Einfach mal los ziehen, quer durch das Land. Am besten mit dem kompletten Equipment und einem Gleichgesinnten an seiner Seite. Meist geben wir uns kein Ziel vor, sondern nur eine Richtung. Nur so finden wir gemeinsam so einiges an Unentdecktem. Bei mir ist es oft und sehr gerne Eric Neumann aus Ostholstein. Schaut bitte einfach auch bei ihm auf seiner umfangreichen Website vorbei, dort könnt ihr eine Menge Schleswig-Holstein entdecken. Einiges wurde von uns gemeinsam erkundet. Wir reden über Alles, verstehen uns aber auch ohne Worte. Die gemeinsame Faszination am fotografieren in all seinen Facetten  - das ist es. Danke für die schönen Touren, Eric!

Anhand der Karte kann man erkennen, wo wir bereits "auf Tour" waren und wo noch etwas Luft nach oben ist.

Hilsen fra Danmark ▪ Grüße aus Dänemark


Dänemark ist ja nur ein Steinwurf entfernt. Diesmal ging es mal nicht Richtung Nordsee, sondern nach Osten. Ziel war Sonderborg. Die Route ging immer am Wasser lang, ab der kleinen Grenze Kupfermühle wurde es hygge. Einfach eine Spur langsamer, gemütlicher und seichter. Vorbei an dem legendären "Annies Kiosk" und den Osterinseln. Schöne Ausblicke auf die Küsten verzauberten einen gleich in Ferienlaune, auch wenn es nur ein Tagestrip war. Das Gebiet bei der Dobbol Molle lud zum wandern auf dem Gendarmenstien ein. Die Weite war mit Worten kaum zu beschreiben. Freiheit pur.

Am Fjord


Gut 40 Kilometer zieht sich Deutschlands längster Ostseefjord von der Küste ins Binnenland: die Schlei. Zwischen Maasholm am Übergang zur offenen See und Schleswig liegen zahlreiche hübsche Orte, darunter Arnis, die kleinste Stadt Deutschlands, das malerische Dorf Sieseby und der Schleswiger Holm. Bereits im Mittelalter ließen sich die Wikinger in der Siedlung Haithabu an der Schlei nieder. Die weitaus meisten Uferabschnitte sind jedoch unbebaut und bieten reizvolle Plätze zum Picknick. Dort reicht die sanft hügelige Landschaft mit Wiesen und Feldern bis ans Wasser.

Sieseby


Schleswiger Holm


Der Schleswiger Holm war einst eine Fischersiedlung und auch heute noch sind einige Fischer vor Ort. Viele der kleinen Häuser am Schleswiger Holm haben direkten Zugang zum Wasser. Traditionell schmücken die Bewohner ihre Häuser mit Rosen, welche im Sommer in allen Farben erblühen. Sehr sympathisch sind mir persönlich die Klöntüren. Dabei kann der obere Teil der Eingangstür bei Bedarf geöffnet werden. Der untere Teil dient als Armlehne zum Klönen mit der Person auf dem Fussweg.

 

Die Fischersiedlung wurde etwa im 1000 nach Christus gegründet und lag einst auf einer Insel, woher auch der Name „Holm“ stammt, denn dieser bedeutet „kleine Insel“. Im Laufe der Zeit entstand jedoch die Verbindung mit dem Festland, und heute liegt der Schleswiger Holm sowohl nahe der Altstadt als auch des kleinen Schleswiger Hafens. Die einstige Siedlung führte ein eigenes Leben und hatte spezielle Rechte, ihre Bewohner gründeten die „Holmer Beliebung“ zum Schutz gegen Krieg und Feinde. Noch heute besteht diese Vereinigung, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützen.

 

Mittelpunkt des Schleswiger Holms ist die kleine Kapelle mit angrenzendem Friedhof, auf dem ausschließlich Mitglieder der „Holmer Beliebung“ beigesetzt werden dürfen.

Eckernförde


Fischerboote verlassen frühmorgens den Hafen, um den Fang des Tages anzulanden. Der Gesang der Möwen ist selbst in der Fußgängerzone noch allgegenwärtig. Und egal wo man sich gerade aufhält: Bis zum weißen Ostseestrand sind es meist nur wenige Schritte. Das beschauliche Eckernförde lebt seit jeher am und mit dem Wasser. Kein Zufall ist es, dass gerade in der geschützten Lage dieser lang gestreckten Bucht schon vor über 700 Jahren die erste Siedlung entstand. Bis heute hat sich der Ort sein maritimes Flair und seine Beschaulichkeit bewahrt - und entwickelt sich dennoch immer weiter, vor allem als beliebtes Reiseziel für Familien.

Die verträumte Innenstadt, nur den sprichwörtlichen Katzensprung vom Wasser entfernt, ist immer einen Bummel wert. Auch hier spürt der Besucher: Fisch und Fischfang spielen in Eckernförde die Hauptrolle, von der kleinen Fischereiflotte mit tagesfrischem Fang und die berühmte Sprotte. Weltweit sind sie als "Kieler Sprotte" bekannt - die kleinen Fische, die mit dem kräftigen Raucharoma zu einem besonderen Leckerbissen werden. Was die meisten allerdings nicht wissen: Die Sprotten kommen gar nicht aus Kiel - sondern ursprünglich aus Eckernförde. Fleißige Fischer des beschaulichen Hafenortes fingen direkt in der Bucht die Sprotten. Diese wurden nach dem Räuchern in kleinen Holzkisten an den nahegelegenen Bahnhof in Kiel geliefert. Von dort gelangten die Sprotten in die ganze Welt, auf der Kiste mit dem Versandstempel "Kieler Hauptbahnhof" versehen. Schon war der Irrtum geboren. Umso stolzer sind die Eckernförder bis heute auf "ihre" Sprotten.

UNEWATT


... ist ein Museum mit Dorf

Inmitten von Angeln liegt das kleine Dorf Unewatt. Hier erwartet Dich ein originelles Museumskonzept mit fünf so genannten Museumsinseln. Am Ortseingang steht der Marxenhof, der einzige Teil der Ausstellung welcher seinen Ursprung nicht in Unewatt hat. Die Räucherei, die wasserbetriebene Buttermühle, die Windmühle "Fortuna" und die Christesen-Scheune hat es schon "immer" in Unewatt gegeben.
Die Gebäude sind über das Dorf verteilt und bilden zusammen das Landschaftsmuseum Unewatt. Am besten stellst Du das Auto auf dem Parkplatz ab und gehst dann auf den alten Dorfwegen spazieren. So gewinnst Du interessante Einblicke in frühere Lebensweisen auf dem Lande. Das Cafe und Restaurant ist sehr empfehlenswert.